Sonos hat ein neues Update für seine App veröffentlicht, das zwei wesentliche Neuerungen mit sich bringt: verbesserte Steuerungsmöglichkeiten für längere Audioinhalte sowie klarere Kommunikation rund um Systemanforderungen. Damit reagiert der Hersteller auf Feedback aus der Nutzerbasis und treibt gleichzeitig die Modernisierung seiner Plattform voran.
Gezielte Navigation in langen Audioinhalten
Die wohl praktischste Neuerung betrifft die Wiedergabesteuerung: Ab sofort stehen zusätzliche Bedienelemente bereit, mit denen sich Nutzer in langen Audiodateien gezielt vor- und zurückspringen können. Wer regelmäßig Podcasts hört oder lange Playlists abspielt, kennt das Problem – ein präzises Ansteuern einer bestimmten Stelle war bisher umständlich und erforderte oft mehrfaches Wischen in der Zeitleiste. Die neuen Schaltflächen schaffen hier deutlich mehr Komfort.
In der ersten Rollout-Phase greift die Funktion bei drei Diensten: Spotify, Pocket Casts und SiriusXM. Gerade die Integration mit Pocket Casts ist für Podcast-Hörer besonders relevant, da dieser Dienst zu den beliebtesten Podcast-Apps im englischsprachigen Raum zählt. Ob und wann weitere Streaming-Dienste folgen, hat Sonos bislang nicht kommuniziert – angesichts der wachsenden Bedeutung von Audiobüchern und Langformat-Podcasts wäre eine Erweiterung auf weitere Plattformen jedoch naheliegend.
Überarbeitete In-App-Kommunikation
Neben der Steuerungsfunktion hat Sonos auch die Darstellung von Systemhinweisen und In-App-Nachrichten überarbeitet. Meldungen und Statusinfos sollen künftig besser im Interface auffallen und nicht länger im visuellen Rauschen der App untergehen. Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber in der Praxis durchaus relevant – gerade wenn wichtige Hinweise zu Systemanforderungen oder Kompatibilitätsproblemen kommuniziert werden müssen.
Ab Version 84: Feste Untergrenze für das Sonos-System
Der zweite wichtige Aspekt des Updates betrifft eine strategische Weichenstellung: Mit Version 84 der Sonos-App wird eine feste Mindestversion für das Sonos-System eingeführt. Das bedeutet, dass ältere System-Versionen künftig nicht mehr unterstützt werden. Für Nutzer älterer Sonos-Hardware oder solche, die Updates bislang aufgeschoben haben, könnte das relevant werden.
Dieser Schritt ist Teil eines größeren Trends bei Sonos: Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren seine Software-Plattform grundlegend umgebaut und dabei immer wieder für Diskussionen gesorgt – etwa durch den kontroversen App-Relaunch, der zeitweise zu erheblichen Funktionsverlusten geführt hatte. Die Einführung einer Mindestversion ist ein klares Signal, dass Sonos die Fragmentierung seiner Plattform reduzieren und den Support für Legacy-Systeme schrittweise einstellen will.
Für tech-affine Sonos-Nutzer empfiehlt es sich daher, die eigene System-Version im Blick zu behalten und rechtzeitig auf aktuelle Firmware zu aktualisieren, um den vollen Funktionsumfang der App weiterhin nutzen zu können. Das Update selbst steht für iOS und Android bereit und wird schrittweise ausgerollt.
Quellen: stadt-bremerhaven