Nach mehreren Monaten intensiver Beta-Testphasen hat Samsung seinen nächsten großen Software-Meilenstein erreicht: One UI 8.5 wird ab sofort als stabile Version ausgerollt. Den Auftakt macht die Galaxy-S25-Familie, die bereits die Testphasen angeführt hatte. Damit setzt Samsung seine Strategie fort, aktuelle Flaggschiffe als erste mit neuen Softwarefeatures zu versorgen – bevor die Aktualisierung auf ältere Geräte ausgeweitet wird.
Regionaler Start und Deutschland-Termin
Der globale Rollout begann zunächst in Südkorea, was für Samsung-Updates typisch ist. Ab dem 11. Mai soll die Verteilung auf weitere Regionen ausgeweitet werden, darunter auch Europa und Deutschland. Nutzerinnen und Nutzer eines Galaxy S25, S25+, S25 Ultra, S25 Edge oder S25 FE können das Update dann über die Systemeinstellungen beziehen. In den darauffolgenden Wochen sollen die Galaxy-S24-Serie inklusive des S24 FE sowie die sechste und siebte Generation der Foldable-Reihen Galaxy Z Fold und Galaxy Z Flip nachziehen. Auch Tablets der Galaxy-Tab-S-Reihe und ausgewählte Modelle der Galaxy-A-Serie aus den letzten drei Generationen stehen auf der Update-Liste.
Fokus auf Galaxy AI und Kommunikation
Inhaltlich dreht sich One UI 8.5 vor allem um den Ausbau der sogenannten Galaxy AI-Funktionen. Samsung legt den Schwerpunkt auf verbesserte Kommunikationswerkzeuge und kreative Anwendungen, die durch KI-Integration erweitert werden. Damit reagiert der koreanische Konzern auf den wachsenden Marktdruck durch Google, Apple und andere Hersteller, die ebenfalls KI tief in ihre Betriebssystemoberflächen integrieren. Apples Apple Intelligence und Googles Gemini-Integration in Android zeigen, dass KI-Features auf dem Smartphone längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr sind – sondern zur Pflicht werden.
Einordnung: Samsungs Update-Strategie im Wettbewerb
Mit One UI 8.5 demonstriert Samsung erneut seinen Anspruch, nicht nur bei Hardware, sondern auch bei Software-Updates wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Entscheidung, auch ältere Geräte wie die S24-Reihe und Foldables der sechsten Generation zu unterstützen, ist ein positives Signal in Richtung Langlebigkeit – ein Thema, das angesichts von Nachhaltigkeitsdebatten und EU-Regulierungsbestrebungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Samsung hatte zuletzt versprochen, ausgewählten Galaxy-Geräten bis zu sieben Jahre Android-Updates zu garantieren, und löst dieses Versprechen mit dem aktuellen Rollout ein Stück weit ein.
Für Nutzer bedeutet das Update konkret: wer ein unterstütztes Gerät besitzt, sollte in den kommenden Wochen die Benachrichtigung über das verfügbare Update erhalten. Es empfiehlt sich, vor der Installation ausreichend Akkukapazität sicherzustellen und ein Backup anzulegen – auch wenn stabile Releases in der Regel zuverlässig sind.
Quellen: ComputerBase · mobiFlip · 9to5Google