ZAIOS.NETBlogGaming
15. Juni 2026 2 Min. Lesezeit

Microsoft will Fallout und Elder Scrolls schneller liefern

Microsoft plant, die Entwicklung von Halo, Fallout und Elder Scrolls durch Zusatzinvestitionen zu beschleunigen – während Xbox-Umstrukturierungen diskutiert werden.

Microsoft steht unter Druck: Die Xbox-Sparte kämpft seit Jahren mit dem Image, zu wenige exklusive Blockbuster-Titel liefern zu können. Nun soll ein Kurswechsel her. Berichten zufolge plant der Konzern, die Entwicklung zentraler Spielreihen durch gezielte Zusatzinvestitionen erheblich zu beschleunigen. Konkret betroffen wären dabei die Bethesda-Marken Fallout und The Elder Scrolls sowie der hauseigene Shooter-Klassiker Halo.

Bethesda-Marken mit wachsenden Veröffentlichungsabständen

Besonders bei Bethesda Game Studios hat sich das Problem der langen Entwicklungszyklen in den vergangenen Jahren deutlich zugespitzt. The Elder Scrolls VI wurde zwar bereits 2018 angekündigt, ein konkreter Releasetermin fehlt jedoch bis heute. Fallout 5 ist ebenfalls bestätigt, soll aber laut Bethesda-Chef Todd Howard erst nach Elder Scrolls VI erscheinen – was Fans auf einen möglichen Erscheinungszeitraum irgendwo in den 2030er-Jahren verweist. Solche Zeiträume sind für eine Branche, in der Spielerinteressen und technische Plattformen sich rasch wandeln, eine echte strategische Herausforderung.

Microsoft hatte Bethesda Softworks im Jahr 2021 für rund 7,5 Milliarden US-Dollar übernommen – ein Deal, der die Spielebibliothek von Xbox und den Game Pass erheblich aufwerten sollte. Tatsächlich hat Bethesdas erster großer Microsoft-exklusiver Titel, Starfield, zwar solide Verkaufszahlen erzielt, konnte aber die hochgesteckten Erwartungen nicht vollständig erfüllen. Das erhöht den Druck, mit den nächsten Marken-Flaggschiffen zu liefern.

Xbox-Umstrukturierung als Hintergrund

Parallel zu den Investitionsplänen in die Spieleentwicklung kursieren Berichte über eine mögliche grundlegende Neuaufstellung des Xbox-Geschäfts. Demnach soll Microsoft intern sogar über eine Ausgliederung der Xbox-Sparte nachgedacht haben. Ob daraus konkrete Schritte folgen, bleibt offen – doch allein die Tatsache, dass solche Szenarien diskutiert werden, zeigt, wie ernst die Lage intern eingeschätzt wird.

Im Kontext des Konsolenmarkts steht Xbox weiterhin deutlich hinter Sony und dessen PlayStation-Plattform. Die PS5 verkauft sich seit ihrer Einführung erheblich besser als die Xbox Series X/S, und Sony punktet regelmäßig mit exklusiven Titeln wie God of War oder Spider-Man. Microsoft hat zwar mit dem Game Pass ein attraktives Abo-Modell etabliert, aber starke First-Party-Spiele bleiben der Schlüssel zur Kundenbindung.

Was bedeutet das für Spielerinnen und Spieler?

Für die Gaming-Community wären schnellere Entwicklungszyklen bei Fallout und Elder Scrolls eine erfreuliche Nachricht – sofern die Qualität nicht darunter leidet. Zusätzliche Investitionen könnten bedeuten, dass Bethesda mehr Entwicklerteams parallel einsetzen oder externe Studios stärker einbinden wird. Entscheidend wird sein, ob Microsoft tatsächlich die nötigen Ressourcen bereitstellt und die Studios gleichzeitig die kreative Freiheit behalten, die Bethesda-Spiele traditionell auszeichnet. Die nächsten Monate dürften zeigen, ob aus den internen Überlegungen konkrete Ankündigungen werden.

Quellen: Golem.de

gamingxboxmicrosoft