Google hat für seinen Vorstandsvorsitzenden Sundar Pichai ein neues, umfangreiches Vergütungspaket verabschiedet. Dem Konzernchef winken demnach Gesamtbezüge von bis zu 692 Millionen US-Dollar, wobei ein erheblicher Teil an konkrete Leistungsziele geknüpft ist. Neben klassischen Aktienoptionen setzt das Paket gezielt Anreize für den wirtschaftlichen Erfolg bestimmter Alphabet-Töchter.
Waymo und Wing als Bonus-Treiber
Besonders bemerkenswert ist die Struktur der leistungsabhängigen Komponenten: Pichai soll demnach auch finanziell davon profitieren, wenn das autonome Fahrunternehmen Waymo sowie das Drohnen-Lieferstartup Wing ihre jeweiligen Ziele erreichen. Damit bindet Alphabet den Konzernchef direkt an den Fortschritt zweier seiner ambitioniertesten Zukunftsprojekte – ein ungewöhnlicher, aber strategisch nachvollziehbarer Schachzug. Für Alphabet bedeutet das eine klare Signalwirkung: Die sogenannten Other Bets, also die Wettgeschäfte abseits der Kernsuche, sollen unter Pichais Führung endlich profitabler werden.
Leistung als Maßstab
Das Vergütungsmodell spiegelt einen branchenweiten Trend wider, bei dem Tech-Konzerne ihre Führungskräfte stärker über variable, erfolgsabhängige Komponenten entlohnen. Die Gesamtsumme von knapp 700 Millionen Dollar ist zwar beeindruckend, doch der tatsächlich ausgezahlte Betrag hängt maßgeblich davon ab, wie sich Alphabet als Ganzes sowie die einzelnen Beteiligungen entwickeln. Für Pichai, der den Konzern seit 2015 leitet, ist das Paket zugleich ein Vertrauensbeweis des Aufsichtsrats – und eine öffentliche Verpflichtung zu messbaren Ergebnissen.
Quellen: Golem.de