Beim Summer Game Fest 2026 hat Square Enix endlich die Katze aus dem Sack gelassen: Der dritte und letzte Teil der Final-Fantasy-7-Remake-Trilogie trägt den Titel Final Fantasy 7 Revelation und soll im Frühjahr 2027 erscheinen. Das Timing ist bewusst gewählt – der ursprüngliche Final Fantasy VII aus dem Jahr 1997 feiert dann sein 30-jähriges Jubiläum, und Square Enix möchte diesen Meilenstein mit dem Abschluss seiner ambitionierten Neuinterpretation krönen.
Erstmals ohne Plattform-Exklusivität
Besonders bemerkenswert ist die Veröffentlichungsstrategie: Revelation erscheint zeitgleich auf PlayStation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und Windows-PC. Das stellt einen deutlichen Strategiewechsel gegenüber den Vorgängern dar. Remake war zunächst ein zeitlich begrenztes PlayStation-Exklusivspiel, und auch Rebirth startete zuerst auf Sony-Hardware. Dass Square Enix nun auf einen simultanen Multi-Plattform-Launch setzt, dürfte sowohl kommerzielle als auch strategische Gründe haben: Die Nutzerbasis soll maximiert werden, und der Abschluss einer so wichtigen Saga verdient eine möglichst breite Zugänglichkeit.
Offene Welt und das neue FITS-System
Inhaltlich knüpft Revelation unmittelbar an die Ereignisse von Rebirth an. Cloud Strife und seine Begleiter setzen ihre Jagd auf Sephiroth fort, während ein herabstürzender Meteor die Welt bedroht – eine Situation, die Fans des Originals sofort wiedererkennen werden. Zentrales spielerisches Element ist das legendäre Luftschiff Highwind, mit dem Spieler den gesamten Planeten frei erkunden und direkt in der offenen Welt landen können. Damit erfüllt Revelation eine der größten Erwartungen der Community: eine wirklich frei begehbare Weltkarte, wie sie das Original 1997 bot.
Auf technischer Ebene führt Square Enix das sogenannte FITS-System ein – kurz für Function Integrated Tactical Suitwear. Dabei handelt es sich um eine Rüstungsmechanik, bei der getragene Ausrüstung aktive Kampffähigkeiten freischaltet und das taktische Kampfsystem der Trilogie um eine weitere Ebene erweitert. Details sind noch spärlich, doch das System verspricht tiefere Individualisierungsmöglichkeiten für die Charakterentwicklung.
Einordnung: Das Ende einer langen Reise
Die Remake-Trilogie ist eines der ambitioniertesten Projekte in der jüngeren Gaming-Geschichte. Seit dem ersten Teil im Jahr 2020 hat Square Enix das klassische Rollenspiel nicht nur technisch neu aufgelegt, sondern die Handlung eigenständig weiterentwickelt und um neue Erzählebenen bereichert. Rebirth, der zweite Teil aus dem Jahr 2024, wurde von Kritikern für seine Spieltiefe und Weltgestaltung gelobt, kämpfte jedoch mit schwachen Verkaufszahlen – was den Druck auf Revelation erhöht. Der simultane Multi-Plattform-Launch und die Ankündigung im Rahmen des hochkarätigen Summer Game Fest signalisieren, dass Square Enix alles daran setzt, den Abschluss zu einem kommerziellen Erfolg zu machen. Für Fans des Originals und der Remake-Reihe dürfte Frühjahr 2027 jedenfalls ein wichtiger Termin im Kalender sein.
Quellen: Golem.de · stadt-bremerhaven · mobiFlip