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26. Mai 2026 2 Min. Lesezeit

Destiny 3: 220.000 Fans fordern Sony zum Handeln auf

Eine Petition mit fast 220.000 Unterstützern fordert Sony und Bungie zur Entwicklung von Destiny 3 auf – ausgelöst durch das bevorstehende Ende großer D2-Updates.

Die Destiny-Community befindet sich im Aufruhr. Nachdem Bungie offiziell bestätigt hat, die aktive Weiterentwicklung von Destiny 2 zum 9. Juni 2026 weitgehend einzustellen, haben Fans eine Petition ins Leben gerufen, die inzwischen knapp 220.000 Unterstützer verzeichnet. Das Ziel ist klar: Sony soll unter Druck gesetzt werden, grünes Licht für ein Destiny 3 zu geben.

Das Ende einer Live-Service-Ära

Destiny 2 erschien ursprünglich 2017 und entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem der bekanntesten Live-Service-Shooter auf dem Markt. Regelmäßige Erweiterungen, saisonale Inhalte und ein komplexes Endgame-System banden Millionen von Spielern langfristig an den Titel. Doch das Modell stößt nun an seine Grenzen. Bungie hat angekündigt, dass das letzte große Update am 9. Juni 2026 erscheinen soll – danach dürfte der Content-Fluss für Destiny 2 erheblich versiegen.

Für viele Fans ist das ein Schock. Das Spiel ist seit Jahren das Herzstück der Bungie-Community, und die Vorstellung, dass der Entwickler seine Ressourcen künftig vollständig auf andere Projekte umlenkt, sorgt für Unmut.

Marathon als möglicher Nachfolger – aber kein Destiny-Ersatz

Im Mittelpunkt der Sorgen steht Marathon, Bungies neues Projekt, das als Extraction-Shooter in einem komplett anderen Universum angesiedelt ist. Viele Destiny-Spieler befürchten, dass Bungie das Destiny-Franchise schlicht aufgibt und sich vollständig auf Marathon konzentriert. Für sie wäre das nicht nur ein Abschied von einer geliebten Spielwelt, sondern auch ein Zeichen dafür, dass Sony als Mutterkonzern das falsche strategische Signal setzt.

Bungie wurde 2022 für rund 3,6 Milliarden US-Dollar von Sony übernommen. Seitdem steht das Studio unter besonderer Beobachtung – sowohl was wirtschaftliche Effizienz als auch kreative Ausrichtung betrifft. Entlassungswellen und interne Umstrukturierungen haben das Vertrauen der Community in den Entwickler in den vergangenen Jahren spürbar erschüttert.

Was eine Petition wirklich bewirken kann

Online-Petitionen haben in der Spielebranche eine gemischte Erfolgsbilanz. Zwar können sie öffentlichen Druck erzeugen und Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen, doch konkrete Entwicklungsentscheidungen werden letztlich von wirtschaftlichen Faktoren und internen Roadmaps bestimmt. 220.000 Unterschriften sind eine beachtliche Zahl – sie entsprechen jedoch nur einem Bruchteil der einst aktiven Destiny-Spielerbasis, die zu Spitzenzeiten mehrere Millionen regelmäßige Nutzer umfasste.

Dennoch sendet die Aktion ein klares Signal: Es gibt eine leidenschaftliche und mobilisierungsfähige Community, die bereit wäre, in ein Destiny 3 zu investieren. Für Sony könnte das ein wirtschaftlich relevantes Argument sein – vorausgesetzt, Bungie verfügt über die Kapazitäten und den Willen, ein derart ambitioniertes Projekt anzugehen. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob die Petition mehr als symbolische Wirkung entfaltet.

Quellen: Golem.de

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