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14. April 2026 2 Min. Lesezeit

DaVinci Resolve 21: Blackmagic integriert vollwertigen Foto-Editor

DaVinci Resolve 21 bringt eine neue Foto-Seite mit klassischer Bildbearbeitung direkt in den Video-Workflow – als ernsthafte Alternative zu Lightroom.

Blackmagic Design hat mit DaVinci Resolve 21 ein Update veröffentlicht, das die Software deutlich über ihre bisherigen Grenzen als Videoschnittsystem hinausführt. Das Herzstück des neuen Releases ist eine vollwertige Foto-Seite, die klassische RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung direkt in den bekannten Resolve-Workflow integriert – ohne Umwege über externe Programme wie Adobe Lightroom oder Capture One.

Schluss mit dem Export-Karussell

Bislang war es für Fotografen und Videofilmer, die beide Welten bedienen, ein lästiger Pflichtablauf: Fotos in einem dedizierten RAW-Konverter entwickeln, exportieren und anschließend in Resolve importieren. Mit Version 21 entfällt dieser Medienbruch. Aufnahmen landen direkt in der Anwendung und stehen sofort zur Bearbeitung bereit. Besonders attraktiv ist dabei, dass Blackmagic das bewährte Node-System auch auf Standbilder anwendet. Wer also bereits mit Resolve für Video arbeitet, kann seine gewohnten Werkzeuge – Primaries, Kurven, Qualifier, Power Windows, LUTs, Resolve FX sowie Open FX-Plugins – nun auch für die Fotoretusche nutzen.

Tiefer in den Workflow integriert

Die neuen Foto-Alben tauchen plattformübergreifend auf der Color-, Cut- und Edit-Seite als eigenständige Timelines auf. Das ermöglicht es, Fotos und Videomaterial im selben Projekt zu verwalten und einheitliche Looks auf beide Medientypen anzuwenden – ein klarer Vorteil für hybride Produktionen. Die LightBox-Ansicht zeigt dabei alle Bilder mit bereits angewandtem Grading in der Übersicht, was einen schnellen Vergleich und eine konsistente Bildsprache über eine ganze Fotoserie hinweg erleichtert.

Zuschnitt und Reframing erfolgen laut Blackmagic in Originalauflösung, ohne das Ausgangsmaterial destruktiv zu verändern. Das entspricht dem aus der Videobearbeitung bekannten non-destruktiven Ansatz und ist ein Standard, den professionelle Fotografen von modernen Bildbearbeitungsprogrammen erwarten.

Strategische Bedeutung: Angriff auf Adobe und Co.

Das Update ist mehr als ein Feature-Zuwachs – es ist ein strategischer Schachzug. Blackmagic positioniert DaVinci Resolve damit als All-in-One-Kreativsuite, die Video-Editing, Color Grading, Audio-Post-Production mit Fairlight und nun eben auch Fotografie unter einem Dach vereint. Angesichts der anhaltenden Kritik an Adobes Abo-Modell und den stetig steigenden Preisen für die Creative Cloud könnte Resolve 21 für viele kreative Profis und Semi-Profis ein überzeugendes Argument sein, zumindest einen Teil ihres Workflows umzustellen.

DaVinci Resolve ist in einer kostenlosen Basisversion verfügbar, während die Studio-Version einmalig rund 295 US-Dollar kostet – ohne laufende Abogebühren. Für Fotografen, die ohnehin bereits mit Resolve für Videoproduktionen arbeiten, entsteht damit potenziell ein echter Mehrwert ohne zusätzliche Kosten. Ob die Foto-Seite in Version 21 bereits ausgereift genug ist, um etablierten Spezialwerkzeugen den Rang abzulaufen, wird sich im Praxiseinsatz zeigen – der Ansatz ist jedoch ambitioniert und konsequent.

Quellen: stadt-bremerhaven

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