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14. April 2026 2 Min. Lesezeit

Backblaze sichert OneDrive und Dropbox nicht mehr – Nutzer im Dunkeln

Backblaze hat still und leise aufgehört, Cloud-Sync-Ordner wie OneDrive und Dropbox zu sichern – ohne Nutzer aktiv zu informieren.

Wer seit Jahren auf Backblaze als Backup-Lösung für seinen PC vertraut, könnte ein böses Erwachen erleben: Der beliebte Cloud-Backup-Dienst hat offenbar still und ohne großes Aufsehen damit aufgehört, Ordner von Sync-Diensten wie OneDrive und Dropbox in seine Sicherungen einzubeziehen. Das berichten betroffene Nutzer, die zum Teil seit einem Jahrzehnt auf den Dienst setzen – und die Änderung nur durch eigene Nachforschungen entdeckt haben.

Was genau passiert ist

Backblaze vermarktet sich seit jeher mit dem Versprechen, alle Daten auf dem eigenen Rechner zu sichern – unbegrenzt und zu einem vergleichsweise günstigen Pauschalpreis. Genau dieses Versprechen hat viele Nutzer angezogen, die nach einer einfachen und umfassenden Backup-Lösung gesucht haben. Die Realität sieht inzwischen jedoch anders aus: Ordner, die von Cloud-Synchronisationsdiensten verwaltet werden, werden von Backblaze nicht mehr erfasst. Das betrifft konkret Verzeichnisse wie den lokalen OneDrive- oder Dropbox-Ordner – und möglicherweise weitere ähnliche Speicherorte.

Besonders problematisch ist dabei nicht nur die technische Einschränkung selbst, sondern die Art und Weise, wie sie kommuniziert wurde: kaum bis gar nicht. Nutzer, die davon ausgingen, ihre gesamten lokalen Daten seien gesichert, befanden sich in falscher Sicherheit. Wer seinen lokalen OneDrive-Ordner als primären Ablageort für wichtige Dokumente nutzt – was bei vielen Windows-Nutzern durch die Standard-Konfiguration von Microsoft schlicht der Fall ist – hat unter Umständen seit Monaten oder Jahren keine vollständige Datensicherung mehr.

Warum das ein strukturelles Problem ist

Das Versagen liegt hier auf mehreren Ebenen. Erstens widerspricht die Einschränkung dem zentralen Marketingversprechen des Dienstes. Zweitens zeigt der Fall, wie gefährlich es ist, Backup-Lösungen nicht regelmäßig zu überprüfen. Die 3-2-1-Backup-Regel – drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon extern – gilt in der IT-Sicherheit als Goldstandard. Doch selbst wer diese Regel befolgt, muss sicherstellen, dass die eingesetzten Tools tatsächlich das tun, was sie versprechen.

Für Backblaze ist der Vorfall ein erheblicher Reputationsschaden. Der Dienst hatte sich über Jahre hinweg als vertrauenswürdige Alternative zu komplizierteren Enterprise-Backup-Lösungen positioniert. Regelmäßige Berichte über Festplatten-Ausfallraten hatten dem Unternehmen zusätzlich einen seriösen, transparenten Ruf eingebracht. Umso schwerer wiegt es, wenn genau dieses Vertrauen durch mangelnde Kommunikation bei einer so grundlegenden Änderung erschüttert wird.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Wer Backblaze oder einen ähnlichen Dienst nutzt, sollte umgehend überprüfen, welche Ordner tatsächlich in die Sicherung einbezogen werden. Die meisten Backup-Clients bieten eine Übersicht der gesicherten Verzeichnisse – diese sollte aktiv kontrolliert werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, kritische Daten in Ordner zu verschieben, die nachweislich gesichert werden, oder auf eine alternative Backup-Lösung zu wechseln. Dienste wie Arq Backup, Duplicati oder lokale NAS-Lösungen in Kombination mit einem externen Cloud-Speicher bieten mehr Transparenz und Kontrolle über den eigenen Backup-Prozess.

Der Fall Backblaze ist eine deutliche Erinnerung daran: Ein Backup ist nur so gut wie seine regelmäßige Überprüfung. Wer das letzte Mal getestet hat, ob seine Datensicherung wirklich funktioniert – und alle relevanten Daten enthält –, sollte das spätestens jetzt nachholen.

Quellen: Hacker News

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