Die bemannte Mondmission Artemis-2 der NASA bleibt weiterhin auf der Erde: Nachdem bereits ein erster Betankungstest nicht reibungslos verlaufen war, scheiterte nun auch der zweite Versuch, die Mondrakete ordnungsgemäß mit Treibstoff zu befüllen. Die Konsequenz ist deutlich – das Fahrzeug wird zurück in das Montagegebäude, das sogenannte Vehicle Assembly Building, transportiert, um die aufgetretenen Probleme eingehend zu untersuchen und zu beheben.
Starttermin im März nicht mehr realistisch
Mit diesem Rückschlag ist ein Start im März definitiv vom Tisch. Die Ingenieure müssen zunächst die Ursachen der Betankungsprobleme identifizieren, bevor ein neuer Zeitplan festgelegt werden kann. Betankungstests gelten als kritische Meilensteine im Vorbereitungsprozess einer Raketenmission, da sie sicherstellen, dass alle Systeme unter realen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Zwei fehlgeschlagene Durchläufe in Folge deuten auf ein grundlegendes technisches Problem hin, das gründlicher Analyse bedarf.
Artemis-2 – die erste bemannte Mondmission seit Jahrzehnten
Artemis-2 ist als erster bemannter Flug im Rahmen des NASA-Artemis-Programms geplant und soll eine Crew auf eine Reise um den Mond schicken – ohne Mondlandung, aber als entscheidende Generalprobe für spätere Missionen. Das Programm gilt als Herzstück der amerikanischen Raumfahrtstrategie, die langfristig eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond anstrebt. Die wiederholten technischen Hürden zeigen jedoch, wie komplex und fehleranfällig derartige Großprojekte sind. Wann die Rakete erneut auf der Startrampe stehen wird, ist derzeit offen.