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1. April 2026 2 Min. Lesezeit

Windows 11: Notfall-Patch behebt fehlgeschlagenes März-Preview-Update

Microsoft repariert mit einem Out-of-Band-Update das fehlerhafte KB5079391, das wegen Installationsfehlern (0x80073712) zurückgezogen werden musste.

Microsoft hat erneut einen außerplanmäßigen Notfall-Patch für Windows 11 veröffentlicht – diesmal, um die Schäden eines missglückten Preview-Updates vom März zu beheben. Das kumulative Update KB5079391, das ursprünglich für Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2 ausgerollt wurde, sorgte kurz nach seiner Veröffentlichung für erhebliche Probleme bei zahlreichen Nutzern.

Was war das Problem?

Das optionale, nicht sicherheitsrelevante Preview-Update KB5079391 enthielt insgesamt 29 Änderungen, darunter Verbesserungen an der Smart App Control-Funktion sowie Optimierungen bei der Displaydarstellung. Kurz nach dem Start des Rollouts begannen jedoch Nutzer, einen charakteristischen Fehlercode zu melden: 0x80073712. Die zugehörige Fehlermeldung lautete sinngemäß: „Einige Update-Dateien fehlen oder weisen Probleme auf. Wir versuchen, das Update später erneut herunterzuladen." Eine Installation war damit schlicht nicht möglich.

Microsoft reagierte zunächst damit, die Verbreitung des Updates am Freitagabend vorübergehend zu stoppen und die Verfügbarkeit einzuschränken, um weiteren Schaden zu vermeiden, während die Ursache untersucht wurde. Eine genaue technische Erklärung für den Fehler lieferte das Unternehmen dabei nicht öffentlich. Wenige Tage später folgte dann der Out-of-Band-Patch als Lösung – also ein außerhalb des regulären Patch-Tuesday-Zyklus veröffentlichtes Update.

Einordnung: Qualitätsprobleme bei Windows-Updates häufen sich

Dieser Vorfall reiht sich in eine längere Serie von Update-Pannen bei Windows 11 ein, die Microsofts Qualitätssicherungsprozesse zunehmend in die Kritik bringen. Immer wieder müssen Updates zurückgezogen oder nachträglich gepatcht werden – ein Muster, das viele Systemadministratoren und Privatnutzer gleichermaßen frustriert. Besonders in Unternehmensumgebungen, wo Updates sorgfältig geplant und getestet werden müssen, verursachen solche Rückzieher erheblichen Mehraufwand.

Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass Microsoft diesmal vergleichsweise schnell reagiert hat. Zwischen den ersten Fehlerberichten, dem Zurückziehen des Updates und der Bereitstellung des Notfall-Patches lagen nur wenige Tage. Das zeigt, dass der Konzern zumindest in der Lage ist, auf akute Probleme zügig zu reagieren – auch wenn die eigentliche Frage bleibt, warum solche Fehler überhaupt in den Rollout gelangen.

Was sollten Nutzer jetzt tun?

  • Wer den Fehler 0x80073712 beim Versuch erhalten hat, KB5079391 zu installieren, sollte die Windows Update-Funktion erneut aufrufen – der Notfall-Patch sollte nun automatisch angeboten werden.
  • Da es sich bei KB5079391 um ein optionales, nicht sicherheitsrelevantes Preview-Update handelte, bestand zu keinem Zeitpunkt eine akute Sicherheitsgefahr durch das Auslassen des Updates.
  • Vorsichtige Nutzer und Administratoren, die Preview-Updates grundsätzlich erst nach einer Bewährungsphase installieren, sehen sich durch diesen Vorfall in ihrer Strategie bestätigt.

Insgesamt bleibt der Druck auf Microsoft hoch, die Qualitätssicherung im Windows-Update-Prozess grundlegend zu verbessern. Mit dem wachsenden Konkurrenzangebot durch Linux-Distributionen und dem anhaltenden Interesse an macOS als Alternative wächst auch die Bereitschaft mancher Nutzer, bei anhaltenden Problemen die Plattform zu wechseln. Für Microsoft ist stabile Update-Qualität daher nicht nur eine technische, sondern auch eine strategische Notwendigkeit.

Quellen: Tom's Hardware · BleepingComputer · TechRadar · The Register

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