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22. April 2026 3 Min. Lesezeit

Tech-Roundup: IP-Speicherpflicht, KI in Drive, Control auf iOS

Bundesregierung beschließt IP-Vorratsdatenspeicherung, Google Drive erhält KI-Übersichten, Control kommt aufs iPhone – die wichtigsten Tech-News im Überblick.

Die vergangenen Tage brachten gleich mehrere bemerkenswerte Neuigkeiten aus der Tech-Welt – von datenschutzrechtlich brisanten Gesetzesänderungen über KI-gestützte Cloud-Funktionen bis hin zu anspruchsvollen Spielen auf mobilen Geräten.

Bundesregierung beschließt Speicherpflicht für IP-Adressen

Die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland bekommt ein neues Kapitel. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Internetanbieter dazu verpflichtet, vergebene IP-Adressen inklusive der zugehörigen Port-Nummern für einen Zeitraum von drei Monaten zu speichern. Bislang löschten viele Provider diese Verbindungsdaten bereits nach wenigen Tagen – was Strafverfolgungsbehörden bei der Aufklärung von Online-Betrug oder anderen Delikten regelmäßig vor unlösbare Probleme stellte. Das Justizministerium betont, dass sich die Pflicht ausschließlich auf IP-Adressen beschränkt; Surfverhalten, Bewegungsprofile oder Kommunikationsinhalte sollen explizit nicht erfasst werden. Den Zugriff auf die Identität eines Anschlussinhabers erhalten Behörden weiterhin nur über den Rechtsweg. Dennoch dürfte der Entwurf erneut Datenschützer und Bürgerrechtler auf den Plan rufen, da frühere Versuche einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung wiederholt an europäischen Gerichten gescheitert sind. Ob das neue, auf IP-Daten beschränkte Modell einer gerichtlichen Überprüfung standhält, bleibt abzuwarten.

Google Drive: Gemini-KI beantwortet Fragen direkt in der Suche

Google integriert seinen KI-Assistenten Gemini nun fest in Google Drive. Nach einer Testphase stehen die sogenannten KI-Übersichten ab sofort regulär zur Verfügung – allerdings zunächst nur für zahlende Abonnenten. Die Funktion erscheint direkt oberhalb der Suchergebnisse und analysiert automatisch die Inhalte gespeicherter Dateien, um präzise Antworten auf natürlichsprachliche Fragen zu liefern. Wer also wissen möchte, welche Produkte im Katalog für ein bestimmtes Quartal geplant sind, muss nicht mehr manuell mehrere Dokumente öffnen. Das System erkennt dabei selbstständig, ob eine knappe Faktantwort oder eine strukturierte Zusammenfassung aus mehreren Quellen gefragt ist. Administratoren müssen laut Google keine zusätzlichen Einstellungen vornehmen, sofern Gemini im Workspace bereits aktiviert ist. Die Entwicklung zeigt, wie stark Google seine gesamte Produktpalette auf KI-Funktionen ausrichtet – und wie der Wettbewerb mit Microsoft 365 Copilot den Innovationsdruck erhöht.

Control Ultimate Edition jetzt auf iPhone und iPad

Remedy Entertainment weitet die Verfügbarkeit seines atmosphärischen Action-Adventures Control auf Apple-Mobilgeräte aus. Nachdem der Titel bereits 2024 für den Mac in den App Store kam, ist er nun auch auf iPhone und iPad spielbar. Besonders nutzerfreundlich: Wer das Spiel bereits für den Mac erworben hat, erhält die mobile Version über Apples Universal-Purchase-Modell ohne Aufpreis. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Hauptspiel beide Erweiterungen – The Foundation und AWE. Technisch setzt die Umsetzung auf moderne Apple-Technologien: MetalFX Upscaling verbessert die Bildqualität, Frame Interpolation sorgt für flüssigere Animationen, und auf kompatiblen Geräten steht sogar Hardware-Raytracing zur Verfügung. Die Steuerung wurde vollständig für den Touchscreen überarbeitet. Control ist damit ein weiteres Beispiel dafür, dass AAA-Spielerfahrungen zunehmend auf mobilen Apple-Geräten Einzug halten.

Duolingo erweitert Kurse auf B2-Niveau

Die Sprachlern-App Duolingo galt lange als Einstiegswerkzeug für Anfänger. Damit ist nun Schluss: Für neun Sprachen – darunter Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch – werden die Kursinhalte auf das Sprachniveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens ausgebaut. B2 gilt als die Schwelle zur beruflichen und akademischen Nutzbarkeit einer Fremdsprache: Komplexe Texte werden verständlich, spontane Gespräche gelingen flüssig. In der App entspricht dieses Niveau einem Duolingo-Score von 129. Die Erweiterung macht die Plattform für Menschen attraktiver, die keine teuren Sprachschulen besuchen können oder wollen – und positioniert Duolingo stärker als ernstzunehmendes Lernwerkzeug auch für Fortgeschrittene.

Honor 600 und 600 Pro kommen nach Deutschland

Der chinesische Smartphone-Hersteller Honor bringt mit der Honor-600-Serie erstmals eine neue Modellreihe direkt nach Deutschland – die Vorgänger waren 2025 ausschließlich auf dem chinesischen Markt erhältlich. Beide Geräte teilen sich ein 6,57-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.728 × 1.264 Pixeln, einer Bildwiederholrate von 120 Hz sowie PWM-Dimming mit 3.840 Hz. Als Spitzenhelligkeit gibt Honor 8.000 Nits für HDR-Inhalte an – ein Wert, der selbst Flaggschiff-Konkurrenten herausfordert. Die genauen Unterschiede zwischen dem Basis- und dem Pro-Modell sowie Preise und Verfügbarkeitsdatum stehen noch aus, Interessierte können sich jedoch bereits auf der deutschen Honor-Website für eine Benachrichtigung registrieren.

Quellen: stadt-bremerhaven

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