Mit dem Early-Access-Start von Subnautica 2 tauchen Spieler erneut in die Tiefen eines außerirdischen Ozeans ein – und stoßen dabei auf eine Reihe von Gameplay-Mechaniken, die das Survival-Crafting-Erlebnis gegenüber dem Vorgänger deutlich komplexer gestalten. Entwickler Unknown Worlds hat das Sequel mit neuen Herausforderungen gespickt, die gerade in der Frühphase des Spiels für Verwirrung sorgen können.
Genetische Unverträglichkeit als narrative Mechanik
Eine der ungewöhnlichsten frühen Hürden ist das sogenannte Digestive Incompatibility-Problem: Sämtliche Nahrungsquellen auf dem fremden Planeten sind für den eigenen Charakter zunächst schlicht unverdaulich. Egal ob roh oder gekocht – jeder Fisch löst entsprechende Warnmeldungen aus. Dieses Design ist kein Fehler, sondern eine bewusste narrative Entscheidung: Subnautica 2 verknüpft Nahrungsaufnahme mit dem genetischen System des Spiels, das laut Spielprämisse in der Lage ist, sich auf fremde Lebensformen anzupassen. Spieler müssen also aktiv in die eigene Biologie eingreifen, um überhaupt überleben zu können – ein interessanter Twist auf klassische Survival-Mechaniken.
Werkzeuge, Ressourcen und der Sonic Resonator
Auch beim Ressourcenabbau setzt Subnautica 2 auf Progression durch Werkzeuge. Zu Beginn lassen sich Erze nur mühsam per Hand aufsammeln, während größere Erzadern eine Fehlermeldung über ein „unbekanntes Werkzeug" ausgeben. Die Lösung ist der Sonic Resonator, ein schwerer Unterwasser-Abbauhammer, der große Titanium-Vorkommen und andere Materialien effizient erschließt. Die benötigten Fragmente für den Bau finden sich im sogenannten Old Habitat-Bereich der Spielwelt. Wer früh in den Basisbau investieren will, kommt an diesem Werkzeug nicht vorbei.
Basisbau und Inventarmanagement
Das Errichten einer eigenen Unterwasserbasis setzt das Freischalten des Habitat Builders voraus – ein Werkzeug, das durch das Scannen von mindestens zwei entsprechenden Objekten in der Spielwelt entsperrt wird. Erst dann können Spieler ihre aquatische Heimat nach eigenen Vorstellungen gestalten. Parallel dazu stellt das Inventarsystem eine frühe Herausforderung dar: Mit lediglich 20 Inventarslots und fünf Hotbar-Plätzen startet man ins Abenteuer, was sich angesichts der vielen sammelwürdigen Materialien schnell als Engpass erweist. Abhilfe schaffen sogenannte Biobed-Fundorte, die eine Erweiterung des Inventars ermöglichen.
Einordnung: Komplexer als der Vorgänger
Subnautica 2 zeigt bereits im Early Access, dass Unknown Worlds die Lernkurve bewusst steiler gestaltet hat. Wo der erste Teil vor allem durch Atmosphäre und Erkundung punktete, setzt der Nachfolger stärker auf verzahnte Systeme – Genetik, Werkzeugprogression und Ressourcenmanagement greifen enger ineinander. Für Fans des Genres dürfte das eine willkommene Vertiefung sein, Neueinsteiger sollten sich jedoch auf eine ausgeprägte Eingewöhnungsphase einstellen. Angesichts der positiven Resonanz auf den Early-Access-Start bleibt abzuwarten, wie Unknown Worlds diese Systeme bis zum vollständigen Release weiterentwickelt.
Quellen: PC Gamer