Diese Woche stehen gleich mehrere Software-Updates auf der Agenda, die unterschiedliche Plattformen und Nutzerbedürfnisse ansprechen. Von der Personalisierung des Android-Homescreens über Router-Firmware bis hin zu überarbeiteten Tablet-Oberflächen zeigt sich, wie aktiv die Entwicklerlandschaft derzeit ist.
Niagara Launcher: Tiefe Anpassung mit dem Studio-Update
Der beliebte Android-Launcher Niagara erhält mit dem sogenannten Studio-Update eine zentrale Anlaufstelle für alle Anpassungsoptionen. Im neuen Bereich „Niagara Studio" lassen sich Icons nun einzeln bearbeiten, in ihrer Größe skalieren oder vollständig durch eigene Bilder ersetzen. Besonders interessant für Design-affine Nutzer: Eigene Schriftarten im TTF- oder OTF-Format können hochgeladen und direkt im Launcher verwendet werden. Die Funktion Any Icon sorgt dafür, dass auch Apps ohne passendes Icon-Pack-Design optisch ins Gesamtbild integriert werden. Ergänzend wurde die Material-You-Farbabstimmung auf das Hintergrundbild verbessert, und auch das haptische Feedback wurde feinjustiert. Das Update wird aktuell über den Google Play Store ausgerollt – Beta-Nutzer haben es wahrscheinlich bereits erhalten. Niagara positioniert sich damit weiter als ernstzunehmende Alternative zu Standard-Launchern für alle, die ihren Homescreen individuell gestalten möchten.
FRITZ!OS 8.25 behebt Kindersicherungs-Bugs
AVM hat für die FRITZ!Box 7530 AX das Update auf FRITZ!OS 8.25 freigegeben. Im Fokus stehen vor allem Bugfixes: Die Kindersicherung bereitete bislang Probleme bei der Bedienung auf kleineren Displays wie Smartphones und Tablets, insbesondere beim Bearbeiten von Zeitplänen. Dieser Fehler ist nun behoben. Zusätzlich wurde ein Problem gelöst, bei dem Geräte mit gesperrtem Standardprofil sich nicht mehr automatisch ins WLAN einwählen konnten – ein Fehler, der im Alltag erhebliche Störungen verursachen konnte. Auch eine irreführende Anzeige in der Profilübersicht, die „Keine Beschränkung" anzeigte, obwohl Einschränkungen aktiv waren, wurde korrigiert. Der Online-Monitor zeigt den Ausfallschutz nun detaillierter an, und die IPv6-Konfiguration wurde verbessert. Für FRITZ!Box-Nutzer mit Kindern im Haushalt ist dieses Update besonders empfehlenswert.
Spotify denkt endlich an Tablet-Nutzer
Lange Zeit war die Spotify-App auf Tablets kaum mehr als eine aufgeblasene Smartphone-Ansicht. Mit dem neuen Update für iOS und Android ändert sich das grundlegend. Das überarbeitete Layout passt sich dynamisch an die Bildschirmausrichtung an und konfiguriert sich beim Wechsel zwischen Hoch- und Querformat entsprechend um. Neu hinzugekommen ist eine einklappbare Seitenleiste, die das Durchstöbern der Bibliothek ermöglicht, während die aktuelle Wiedergabe sichtbar bleibt. Interaktive Inhalte in dieser Leiste erlauben das Entdecken neuer Empfehlungen, ohne die laufende Musik zu unterbrechen. Angesichts des wachsenden Tablet-Markts – insbesondere durch iPads und Android-Flaggschiff-Tablets – ist dieser Schritt längst überfällig.
Ring und Facebook: Neue Features mit Datenschutz-Fragen
Rings Funktion „Bekannte Gesichter" ist nun auch in Deutschland verfügbar. Voraussetzung ist ein kompatibles Gerät mit mindestens HD-Auflösung sowie ein Ring-Premium-Abonnement. Das System erkennt wiederkehrende Besucher und erlaubt das Anlegen von bis zu 50 Profilen. Nutzer können individuell festlegen, für welche Personen Push-Benachrichtigungen ausgelöst werden sollen. Unbekannte Gesichter werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Amazon betont, dass die Funktion optional und manuell zu aktivieren ist. Ähnlich datenschutzbewusst präsentiert sich Facebook mit neuen Galerie-Vorschlägen für EU und UK: Die Funktion analysiert die lokale Fotogalerie und schlägt Collagen oder bearbeitete Clips vor – jedoch nur nach expliziter Zustimmung und ohne automatische Veröffentlichung. Beide Features zeigen, wie Anbieter zunehmend versuchen, KI-gestützte Funktionen DSGVO-konform zu gestalten.
Quellen: stadt-bremerhaven