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21. April 2026 2 Min. Lesezeit

Samsung stellt LPDDR4- und LPDDR4X-RAM ein: Was das bedeutet

Samsung beendet die Produktion von LPDDR4- und LPDDR4X-RAM. Neue Bestellungen sind nicht mehr möglich, letzte Aufträge werden bis Ende 2026 abgearbeitet.

Samsung, einer der weltweit größten Speicherhersteller, hat offiziell bestätigt, dass die Produktion von LPDDR4- und LPDDR4X-Arbeitsspeicher eingestellt wird. In Südkorea wurde das Ende der Fertigung bereits intern kommuniziert, neue Bestellungen von Partnern werden nicht mehr angenommen. Bereits eingegangene Aufträge sollen jedoch noch vollständig abgearbeitet werden – Branchenbeobachter rechnen damit, dass Samsung größere Bestellmengen noch bis Ende 2026 ausliefern wird.

LPDDR4 und LPDDR4X: Eine Ära geht zu Ende

LPDDR4 (Low Power Double Data Rate 4) und der verbesserte LPDDR4X-Standard haben über viele Jahre hinweg das Rückgrat unzähliger Smartphones, Tablets und eingebetteter Systeme gebildet. Besonders im Mittel- und Einstiegssegment waren diese Speichertypen aufgrund ihres günstigen Preises äußerst beliebt. LPDDR4X bot gegenüber dem Vorgänger vor allem eine reduzierte Betriebsspannung und damit einen niedrigeren Energieverbrauch, was ihn für mobile Geräte besonders attraktiv machte.

Der Schritt Samsungs kommt nicht überraschend, ordnet sich jedoch in eine schwierige Marktlage ein: Die Halbleiterindustrie befindet sich derzeit inmitten einer anhaltenden Speicherkrise. Überkapazitäten, schwankende Nachfrage und der Preisverfall bei DRAM haben die Margen der großen Hersteller erheblich unter Druck gesetzt. Gerade deshalb ist die Entscheidung, ältere und günstigere Produktlinien zu streichen, auch wirtschaftlich nachvollziehbar: Samsung möchte Produktionskapazitäten für neuere, margenträchtigere Standards freiräumen.

Nachfolger sind längst etabliert

Die Nachfolgegeneration ist technisch bereits weit gereift. LPDDR5 und LPDDR5X bieten gegenüber LPDDR4X deutlich höhere Datenraten – LPDDR5X erreicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 8.533 MT/s, während LPDDR4X bei rund 4.266 MT/s sein Limit hatte. Auch der Energieverbrauch konnte weiter optimiert werden. Mit LPDDR6 steht zudem bereits die nächste Generation in den Startlöchern, die vor allem für KI-Anwendungen auf mobilen Geräten und Edge-Computing-Szenarien konzipiert ist.

Auswirkungen auf den Markt und Verbraucher

Für Gerätehersteller, die noch auf LPDDR4 oder LPDDR4X setzen – etwa im Bereich günstiger Android-Smartphones, IoT-Geräte oder industrieller Embedded-Systeme – bedeutet das Ende der Samsung-Produktion einen erhöhten Beschaffungsdruck. Zwar dürften andere Hersteller wie SK Hynix oder Micron die Versorgungslücke kurzfristig teilweise auffangen können, doch langfristig ist auch bei diesen Unternehmen mit einem schrittweisen Rückzug aus der älteren Technologie zu rechnen.

Für Endverbraucher hat die Entscheidung zunächst kaum direkte Auswirkungen. Wer ein Gerät mit LPDDR4-Speicher besitzt, muss sich keine Sorgen machen – der verbaute RAM bleibt selbstverständlich funktionstüchtig. Mittelfristig werden jedoch Neugeräte im Einstiegssegment zunehmend auf LPDDR5 umsteigen, was die Preise für diesen Standard weiter sinken lassen dürfte. Samsungs Entscheidung ist damit ein weiterer Schritt in der natürlichen Generationenablösung der Speichertechnologie – und ein klares Signal, dass die Industrie auch im Niedrigpreissegment auf modernere Standards setzt.

Quellen: stadt-bremerhaven

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