Was lange undenkbar schien, ist einem IT-Sicherheitsexperten nun gelungen: Er hat auf einer PlayStation 5 ein vollwertiges Linux-System zum Laufen gebracht und darüber hinaus Valves Spieleplattform Steam installiert. Das Ergebnis ist beeindruckend – die Sony-Konsole fungiert damit faktisch als leistungsfähiger Linux-Gaming-PC.
Beachtliche Leistung trotz inoffizieller Umgebung
Besonders bemerkenswert ist die dabei erzielte Performance: GTA 5 läuft auf dem gehackten System in einer Auflösung von 1440p, mit aktiviertem Raytracing und stabilen 60 Frames pro Sekunde. Das zeigt, dass die verbaute Hardware der PS5 durchaus in der Lage ist, anspruchsvolle PC-Titel flüssig darzustellen – sofern man die nötige Software-Infrastruktur schafft. Möglich wird die Steam-Kompatibilität vermutlich durch Valves hauseigene Kompatibilitätsschicht Proton, die Windows-Spiele unter Linux lauffähig macht.
Spannend für die Community, heikel für Sony
Für die Homebrew- und Modding-Community ist dieser Durchbruch ein bedeutender Meilenstein. Er belegt, dass die PS5-Hardware prinzipiell offen genug ist, um als alternatives Gaming-System genutzt zu werden. Sony dürfte die Entwicklung hingegen mit gemischten Gefühlen beobachten – schließlich untergräbt ein solches Exploit potenziell die Plattformkontrolle des Konzerns. Es bleibt abzuwarten, ob der Hersteller mit einem Firmware-Update gegensteuert oder ob die Szene weiterhin Wege findet, die Konsole zu öffnen. Für technikaffine Nutzer bleibt das Projekt in jedem Fall ein faszinierendes Beispiel dafür, wozu moderne Konsolenhardware abseits ihrer offiziellen Bestimmung fähig ist.
Quellen: Golem.de