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21. März 2026 2 Min. Lesezeit

macOS Tahoe: Terminal-Trick versteckt störende Menü-Icons

Ein einfacher Terminal-Befehl schafft Abhilfe gegen die neuen Menü-Icons in macOS Tahoe, die viele Nutzer als unübersichtlich empfinden.

Mit macOS Tahoe hat Apple eine Designentscheidung eingeführt, die in der Mac-Community für erheblichen Unmut sorgt: Kontextmenüs werden nun mit Icons versehen, die neben den einzelnen Menüpunkten erscheinen. Was Apple vermutlich als visuelle Verbesserung und Orientierungshilfe gedacht hat, empfinden viele erfahrene Nutzer als das genaue Gegenteil – nämlich als visuelle Überladung, die das schnelle Erfassen von Menüinhalten erschwert.

Das Problem mit den Icons

Kritiker bemängeln gleich mehrere Aspekte der neuen Darstellung. Zum einen machen die Icons die Menüs schwerer zu überblicken, weil das Auge nun zwischen Text und grafischen Elementen hin- und herspringen muss, anstatt eine klare, lineare Liste abzuscannen. Zum anderen sind die gewählten Icons laut Nutzern nicht immer konsistent – selbst zwischen Apples eigenen Systemanwendungen soll es merkliche Unterschiede in Stil und Qualität der verwendeten Symbole geben. Das untergräbt das einheitliche Erscheinungsbild, für das macOS traditionell bekannt ist.

Der Workaround per Terminal

Abhilfe schafft ein Terminal-Befehl, den der Entwickler Steve Troughton-Smith entdeckt und veröffentlicht hat. Wer die Icons loswerden möchte, gibt folgenden Befehl in das Terminal ein:

defaults write -g NSMenuEnableActionImages -bool NO

Nach einem Neustart der betroffenen Anwendungen greift die Einstellung und die Icons verschwinden aus den Menüs. Besonders praktisch: Der Befehl ist nicht völlig undifferenziert. Er bewahrt gezielt jene wenigen Stellen, an denen Icons tatsächlich sinnvoll sind – etwa bei den Fenster-Schaltflächen zum Zoomen und Skalieren. Die Änderung wirkt sich systemweit aus und betrifft alle Anwendungen, die das Standard-macOS-Menüsystem nutzen.

Ein bekanntes Muster bei Apple

Die Situation ist symptomatisch für eine wiederkehrende Dynamik in der Apple-Welt: Das Unternehmen führt Designänderungen ein, die intern als Verbesserung gelten, von einem Teil der treuen Nutzerbasis jedoch abgelehnt werden. Oft existieren solche Anpassungsmöglichkeiten zwar technisch im System, werden aber nicht als offizielle Einstellung in den Systemeinstellungen angeboten. Erfahrene Nutzer und Entwickler müssen dann selbst nach versteckten Schaltern suchen – oder darauf warten, dass die Community sie aufdeckt.

Genau das ist hier geschehen: Der NSMenuEnableActionImages-Schlüssel existiert offenbar bereits im System, Apple hat ihn jedoch nicht über eine grafische Benutzeroberfläche zugänglich gemacht. Für Durchschnittsnutzer ohne Terminal-Kenntnisse bleibt die Änderung damit de facto unsichtbar.

Was Nutzer jetzt tun können

Wer mit den neuen Menü-Icons hadert, kann den Terminal-Befehl sofort anwenden. Wichtig ist, danach die jeweiligen Apps neu zu starten, damit die Änderung sichtbar wird. Für weniger technikaffine Nutzer empfiehlt es sich, auf Tools wie TinkerTool oder ähnliche Konfigurationsprogramme zu warten, die solche Systemoptionen erfahrungsgemäß zeitnah in eine benutzerfreundliche Oberfläche integrieren.

Langfristig bleibt zu hoffen, dass Apple das Nutzerfeedback ernst nimmt und in einer kommenden Version – sei es einem Punkt-Update für Tahoe oder dem nächsten großen macOS-Release – eine offizielle Einstellung nachliefert. Die Diskussion zeigt einmal mehr, wie wichtig es vielen Mac-Nutzern ist, die Kontrolle über das Erscheinungsbild ihres Betriebssystems zu behalten.

Quellen: Hacker News

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