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18. Mai 2026 3 Min. Lesezeit

KI, Teams und Mobilfunk: Die wichtigsten Tech-News im Überblick

Google testet KI-Denkaufwand in Gemini, Apple plant Siri-Neustart mit iOS 27, Microsoft streicht Together Mode – und Mobilfunk hält kaum, was er verspricht.

Die Tech-Welt liefert dieser Tage gleich auf mehreren Fronten interessante Entwicklungen: Von neuen KI-Funktionen über das Ende einer Videokonferenz-Spielerei bis hin zu ernüchternden Zahlen beim Mobilfunk – ein Überblick über das, was Nutzer und Technikinteressierte aktuell beschäftigt.

Google Gemini: Nutzer dürfen bald selbst steuern, wie viel das Modell „nachdenkt"

Kurz vor der Google I/O 2026 rollt Google schrittweise eine neue Funktion in der Gemini-App aus: den sogenannten Denkaufwand. Wer das Modell Gemini 2 Flash oder das leistungsstärkere Gemini 2.5 Pro verwendet, findet bei einigen Konten bereits eine neue Option in der Modellauswahl. Dort lässt sich zwischen den Stufen Standard und Erweitert wählen – also festlegen, wie intensiv das Modell eine Anfrage verarbeitet, bevor es antwortet. Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber konzeptionell bedeutsam: Nutzer gewinnen damit mehr Kontrolle über das Verhältnis von Antwortgeschwindigkeit und Tiefe der Analyse. Gerade für komplexe Aufgaben wie Codeanalyse oder mehrstufiges Schlussfolgern könnte der erweiterte Modus spürbare Qualitätsunterschiede liefern. Offen bleibt, ob die Funktion die App-Geschwindigkeit im Alltag merklich beeinflusst und wann der Rollout für alle Nutzer abgeschlossen sein wird.

Apple iOS 27: Siri wird zum vollwertigen Chatbot – mit Datenschutz by Design

Apple arbeitet für iOS 27 an einer grundlegenden Überarbeitung von Siri. Die KI-Assistentin soll künftig als eigenständige Chat-App auftreten und damit direkt mit ChatGPT und Google Gemini konkurrieren. Besonders interessant ist die geplante Datenschutzfunktion: Nutzer können selbst bestimmen, ob Chatverläufe nach 30 Tagen, nach einem Jahr oder dauerhaft gespeichert bleiben. Das unterscheidet sich von vielen Konkurrenten, die auf separate Inkognito-Modi setzen – Apple integriert den Datenschutz direkt in die Systemoberfläche. Pikant dabei: Im Hintergrund soll Apple auf Googles Gemini-Technologie zurückgreifen, um die KI-Leistung zu verbessern. Das ist ein bemerkenswerter Strategiewechsel für ein Unternehmen, das bisher stark auf eigene, restriktiv gehaltene Modelle gesetzt hat. Es zeigt, wie sehr der Druck im KI-Markt auch Apple zwingt, pragmatische Partnerschaften einzugehen.

Microsoft Teams: Together Mode verschwindet zum 30. Juni

Microsoft räumt in Teams weiter auf. Ab dem 30. Juni 2025 wird der Together Mode schrittweise entfernt – jene Funktion, die Teilnehmer von Videokonferenzen virtuell in gemeinsame Szenerien wie Hörsäle oder Cafés platzierte. Eingeführt während der Corona-Pandemie, als Remote-Work zum Alltag wurde, fand der Modus nie wirklich breite Akzeptanz. Microsoft begründet die Abschaltung mit dem Wunsch nach einer schlankeren Oberfläche und einer Fokussierung auf Kernfunktionen. Konkret fallen der Schalter für den Together Mode, benutzerdefinierte Szenen sowie Sitzplatzzuweisungen weg. Unternehmen sollen stattdessen auf firmeninterne Hintergründe setzen. Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Pandemic-Features zunehmend aus den Collaboration-Tools verschwinden.

Mobilfunk: 245 Mbit/s versprochen, 75 Mbit/s angekommen

Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox beleuchtet eine seit Jahren bekannte, aber kaum adressierte Problematik: die Kluft zwischen beworbenen und tatsächlich erreichten Mobilfunkgeschwindigkeiten. Im Schnitt versprechen deutsche Netzbetreiber rund 245 Mbit/s im Downstream. Messungen des Netzwerkanalyse-Unternehmens Ookla zeigen jedoch, dass beim Nutzer im Durchschnitt lediglich 75 Mbit/s ankommen – das entspricht gerade einmal 31 Prozent der beworbenen Leistung. Selbst optimistischere Erhebungen kommen auf rund 100 Mbit/s, was die Situation kaum verbessert. Das strukturelle Problem liegt im System der „Bis-zu"-Angaben, die rechtlich zulässig, aber für Verbraucher wenig aussagekräftig sind. Für alltägliche Anwendungen wie Streaming oder Videocalls mag das ausreichen – wer jedoch auf verlässliche Hochgeschwindigkeitsverbindungen angewiesen ist, sollte reale Messwerte stärker in die Vertragsentscheidung einbeziehen als Marketingversprechen.

Kompaktes Zubehör: Powerbank für den Schlüsselbund

Abseits der großen Plattform-News hat der Apple-Zubehörspezialist Twelve South mit dem PowerClip eine minimalistische Powerbank vorgestellt. Mit einer Kapazität von 2.000 mAh und einer maximalen Ladeleistung von 5 Watt ist das Gerät klar als Notfalllösung positioniert – nicht als vollwertiger Ersatz für größere Akkupacks. Zwei integrierte USB-C-Kabel ermöglichen das gleichzeitige Laden von zwei Geräten, ein Karabiner erlaubt die Befestigung am Schlüsselbund oder Rucksack. Eine LED-Anzeige informiert über den verbleibenden Ladestand. Für Nutzer, die gelegentlich in akute Akku-Not geraten, könnte der PowerClip eine praktische, wenn auch technisch unspektakuläre Ergänzung sein.

Quellen: stadt-bremerhaven

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