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15. April 2026 2 Min. Lesezeit

Chrome-Notfallpatch, Gemini für Mac und Proton Drive: Tech-Update im Überblick

Google schließt 31 Chrome-Lücken, bringt Gemini nativ auf den Mac – und Proton Drive meldet bis zu 70 % schnellere Downloads.

Gleich mehrere relevante Software-Updates und Produktankündigungen treffen in kurzer Folge aufeinander und zeigen, wie dynamisch sich der Desktop- und Cloud-Markt gerade entwickelt. Im Mittelpunkt stehen ein dringliches Sicherheitsupdate für Google Chrome, die native Gemini-App für macOS sowie deutliche Performance-Verbesserungen bei Proton Drive.

Chrome 147: 31 Lücken geschlossen, fünf davon kritisch

Google verteilt derzeit das Update auf Chrome 147.0.7727.101/102 für Windows und macOS sowie Version 147.0.7727.101 für Linux. Das Paket ist in erster Linie ein Sicherheits-Release: Insgesamt 31 Schwachstellen wurden behoben, von denen Google fünf als kritisch eingestuft hat. Das ist eine ungewöhnlich hohe Zahl kritischer Lücken für ein einzelnes Update und unterstreicht die Dringlichkeit der Installation. Details zu den einzelnen Angriffsvektoren hält Google bewusst zurück, bis der Großteil der weltweiten Chrome-Installationen aktualisiert ist – eine gängige Praxis, um Angreifern kein Zeitfenster zur Ausnutzung zu lassen. Wer Chrome nutzt, sollte daher zeitnah unter Einstellungen → Hilfe → Über Google Chrome prüfen, ob das Update bereits eingespielt wurde, und gegebenenfalls einen Neustart des Browsers durchführen.

Gemini nativ auf dem Mac: KI ohne Browser-Umweg

Parallel dazu bringt Google seine KI-Assistenz-App Gemini als native macOS-Anwendung auf den Desktop. Das ist kein simpler Webcontainer wie bei vielen anderen Electron-basierten Apps, sondern eine tiefer ins System integrierte Lösung. Per Tastenkombination Option + Leertaste lässt sich Gemini systemweit aufrufen – ähnlich wie Apples eigenes Spotlight oder andere Launcher-Tools. Die App schwebt dabei über den normalen Fenstern und ermöglicht schnelle Abfragen, ohne den Arbeitsfluss durch Tab-Wechsel zu unterbrechen.

Besonders interessant ist die Fenstersharing-Funktion: Nutzer können beliebige geöffnete Fenster – etwa ein PDF, ein Reporting-Dashboard oder eine Tabelle – mit Gemini teilen, sodass die KI deren Inhalt analysieren und verarbeiten kann. Das positioniert Gemini direkt als Konkurrent zu Apples eigenem Apple Intelligence sowie zu Microsofts Copilot, der auf Windows-Systemen bereits ähnlich tief integriert ist. Google reagiert damit auf den wachsenden Druck im KI-Assistenten-Markt und schließt eine wichtige Lücke im eigenen Ökosystem.

Proton Drive: Bis zu 70 Prozent schnellere Downloads

Der datenschutzorientierte Cloud-Speicher Proton Drive meldet ebenfalls substanzielle Verbesserungen. Seit Anfang des Jahres wurden laut Proton die Übertragungsgeschwindigkeiten deutlich optimiert: Das Web-Interface profitiert von bis zu 30 % schnelleren Uploads und bis zu 70 % schnelleren Downloads. Auf iOS wurden die Upload-Geschwindigkeiten sogar um bis zu 60 Prozent gesteigert. Besonders bei geteilten Ordnern, die früher als Flaschenhals galten, soll die Verbesserung spürbar sein. Die Windows-, Android- und macOS-Clients sollen die Optimierungen schrittweise nachziehen.

Für Proton ist das ein strategisch wichtiger Schritt: Im Wettbewerb gegen Google Drive, OneDrive und Dropbox war die Geschwindigkeit trotz des Datenschutz-Vorteils stets ein Kritikpunkt. Mit diesen Zahlen nähert sich Proton Drive in puncto Performance den etablierten Alternativen an, ohne seinen zentralen Vorteil – Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne Zugriff durch den Anbieter – aufzugeben. Insgesamt zeigen diese Updates: Sicherheit, KI-Integration und Cloud-Performance bleiben die bestimmenden Themen im Software-Markt des Jahres 2025.

Quellen: stadt-bremerhaven

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