Auf dem Summer Game Fest 2025 hat Capcom mit einem atmosphärischen Trailer das nächste große Remake seiner Survival-Horror-Reihe enthüllt: Resident Evil – Code: Veronica, das Original aus dem Jahr 2000, wird vollständig neu aufgelegt. Die Ankündigung eröffnete die diesjährige Showcase-Veranstaltung und sorgte beim Publikum für erhebliches Aufsehen.
Die Story: Claire Redfield auf der Suche nach ihrem Bruder
Wie schon beim originalen Titel schlüpfen Spielerinnen und Spieler in die Rolle von Claire Redfield, die drei Monate nach dem verheerenden Raccoon-City-Vorfall nach ihrem Bruder Chris sucht und dabei erneut in die Machenschaften der Umbrella Corporation hineingezogen wird. Der Enthüllungstrailer setzt stark auf Atmosphäre statt auf ausgedehnte Gameplay-Sequenzen – eine Strategie, die Capcom bereits beim zuletzt angekündigten Resident Evil Requiem verfolgte. Zu sehen ist Claires nächtliche Ankunft in Paris, wo sie die Wohnung ihres Bruders vorfindet: Observationsausrüstung, verstreute Dokumente und der allgemeine Zustand des Raumes deuten auf einen beunruhigenden Geisteszustand von Chris hin.
Warum Code: Veronica ein idealer Remake-Kandidat ist
Code: Veronica gilt in der Community seit Langem als eines der am dringendsten überarbeitungsbedürftigen Spiele der Reihe. Das Original erschien zunächst exklusiv für den Sega Dreamcast und wurde später auf PlayStation 2 portiert. Technisch und spielmechanisch war es ein Kind seiner Zeit: Die feste Kameraperspektive, die sperrigen Tank-Steuerungen und vor allem die berüchtigte Möglichkeit, sich durch falsche Entscheidungen unbeabsichtigt in einen Softlock zu manövrieren – also in einen Spielzustand, aus dem es kein Vorankommen mehr gibt – machten das Erlebnis für heutige Spielerinnen und Spieler schwer zugänglich. Ein modernes Remake kann genau diese Schwachstellen beseitigen, ohne den Kern der Geschichte anzutasten.
Capcoms Remake-Strategie als Erfolgsmodell
Mit dem Remake von Code: Veronica setzt Capcom seine äußerst erfolgreiche Neuauflage-Strategie konsequent fort. Die modernen Remakes von Resident Evil 2 (2019), Resident Evil 3 (2020) und Resident Evil 4 (2023) waren sowohl kommerziell als auch bei der Kritik außerordentlich erfolgreich und haben bewiesen, dass sich klassische Survival-Horror-Titel mit moderner Grafik, überarbeiteter Steuerung und der RE Engine hervorragend revitalisieren lassen. Resident Evil 4 Remake verkaufte sich allein in den ersten zwei Tagen über drei Millionen Mal und zählt zu den meistverkauften Titeln des Publishers.
Historische Bedeutung im Franchise-Kontext
Code: Veronica nimmt innerhalb der Resident-Evil-Chronologie eine besondere Stellung ein: Es markiert den Übergang von den klassischen, rätsellastigen Survival-Horror-Titeln hin zu einem actionreicheren Spielgefühl, das später mit Resident Evil 4 seinen Höhepunkt finden sollte. Das Spiel war technisch für seine Zeit ambitioniert und verfügte über ein aufwendiges CG-Intro im Stil von John-Woo-Actionfilmen. Ein Remake hätte die Möglichkeit, diese Hybrididentität des Titels neu zu interpretieren und für das moderne Publikum greifbar zu machen. Ein konkreter Releasetermin wurde bislang nicht kommuniziert.
Quellen: ComputerBase · PC Gamer